Dr. med. Roland Reininghaus
Dr. med. Peter Trümper
Dr. med. Rudolf Schulte
Fachärzte für Allgemeinmedizin

Aktuelles

Zum Coronavirus:

Rufen Sie uns bitte an, bevor Sie unsere Arztpraxis aufsuchen wollen, insbesondere wenn Sie Atemwegssymptome haben (Fieber, Husten, Schnupfen).

Sollte es aus seuchenhygienischen Gründen sinnvoll sein, dass Sie zu Hause bleiben, werden wir Ihnen telefonisch auch mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung helfen. Man kann solche Viruserkrankungen, ob Covid-19 oder grippaler Infekt oder Virusgrippe in der Regel nur symptomatisch behandeln. Weiter unten finden Sie Hinweise dazu. Das Wichtigste: Ansteckungsvermeidung: 2m Abstand halten, nicht ins Gesicht des Gegenüber sprechen, Hände waschen/desinfizieren, nur in die Ellenbeuge husten/niesen. Und keine Panik: verhalten Sie sich, als hätten wir eine schwere Grippewelle!

Wenn Sie aus einem Risikogebiet kommen oder mit einer Covid-erkrankten Person Kontakt hatten, rufen Sie bitte eine der folgenden Hotlines an: Senat: 030 90 28 28 28, Virchow-Klinikum: 030 4505 65712. Gesundheitsministerium: 030 346465100.  Rufen Sie dort bitte auch an, wenn Sie schwerer erkrankt sind, z.B. Luftnot hinzukommt. Die Charité Campus Virchow-Klinikum, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin, hat auf ihrem Gelände eine Ambulanz für Covid-19 eingerichtet (Mittelallee 1). Unter www.rki.de finden Sie weitere Informationen.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

https://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/gesundheitsschutz-und-umwelt/infektionsschutz/coronavirus/

Naturheilkunde und Hausmittel bei Erkältung:

Schnupfen: Nasendusche mit Emser Salz, ätherische Öle, Bronchoforton-Inhalierset, Soledum Kps. Wenn die Nase verstopft ist: Nasenspray (v.a. abends. Vorsicht: Gefahr der Gewöhnung). Bei wunden Nasenlöchern hilft Bepanthen®-Augen-u.Nasensalbe.

Halsschmerzen, Heiserkeit: Salbeitee, Gurgeln mit Wasserstoffperoxid,
Zwiebelwickel: Zwiebel in Schmalz erhitzen und aus Küchenpapier und Geschirrtuch einen heißen Wickel um den Hals machen.

Husten: Morgens lösen, abends Dämpfen (z. B.Spitzwegerich-Kapseln oder Silomat-Saft, Hustenstiller ratio). Zum Lösen viel trinken, Acetylcystein oder Mucosolvan. Bronchicum oder Bronchipret, Heumanns Hustentee, heiße Milch mit Honig.

Kamilledampfbad: heißes Wasser auf Kamillenblüten oder Kamillenextrakt, dann mit einem Handtuch über dem Kopf die Dämpfe einatmen.

Ätherische Öle etc.: Einreibungen mit Campher oder Ätherischen Ölen (Euflux®, Chinaöl, Pinimenthol®) sorgen für freie Atmung (kann teilw.auch inhaliert werden) – Nicht für Asthmatiker.

Fieber: viel trinken, Fieber ausschwitzen und erst bei über 39° senken (unter Fieber sind die körpereigenen Abwehrkräfte aktiver), z.B. mit Wadenwickeln: nasskalte Handtücher um die Waden und nach oben zum Verdunsten offen lassen. Man kann auch in eine warme Badewanne steigen und die Körpertemperatur durch Zulaufen von kaltem Wasser senken (aber nicht, wenn man fröstelt, dann mit einer Wärmflasche ins Bett und eine Schwitzkur machen).

Medikamente: ASS, Ibuprofen 400 oder Paracetamol (Mischpräparate vermeiden), bis zu 3 mal 2 Tbl. (oder je 3 mal1), Antibiotika nur bei bakteriellen Entzündungen.

homöopathisch oder pflanzlich: Infludo senkt die grippalen Beschwerden bei akutem Infekt, bei häufig wiederkehrenden Infekten kann ein Versuch mit Echinacin zur Stärkung der körpereigenen Abwehr sinnvoll sein. Tonsipret bei Rachenschmerzen, Sinupret bei Sinusitis.

Essen: viel Vitamine, Obst, heiße Hühnerbrühe mit Ingwer (chinesische Heilkunst) und vor allem bei Fieber viel trinken. Heißer Holunderbeersaft mit Zitrone schmeckt gut und hat eine gute Heilwirkung, ebenso Holunderblütentee oder Ingwertee.

Krankenzimmer ausreichend lüften, dabei aber warm einpacken (Stoßlüften: ein paarmal am Tage für zehn Minuten das ganze Fenster aufmachen)

Im Prinzip: Viel schlafen, viel trinken, viel Schwitzen, viel frische Luft, viel Vitamine!

Und in Zukunft, damit sie sich nicht so leicht anstecken: Viel Bewegung an der frischen Luft, kalt Nachduschen, Sauna und hinterher die kalte Schwallbrause, selber immer in die Ellenbeuge husten oder niesen, nicht in die Hand, die dann danach fröhlich mit einer anderen geschüttelt wird, nicht den Tröpfchenflug anderer abatmen. Und falls Sie glauben, Sie haben ein schwaches Immunsystem, können Sie es vielleicht einmal mit Echinacin versuchen!

Beachten Sie, wenn Sie Kontakt zu kleinen Kindern haben, dass diese durchaus mal bis zu zehn Infektionen im Jahr haben können. Dann sind Sie natürlich auch das eine oder andere Mal dabei!

Grippeimpfung: Wird empfohlen für über 60jährige und chronisch Kranke (ebenso wie die Pneumokokkenimpfung), sowie für Menschen, die von Beruf viel Kontakt zu anderen Menschen haben (z.B. Busfahrer oder Lehrer).  Die Impfung ist jedoch nicht hundertprozentig und schützt  nicht vor grippalen Infekten mit anderen Viren oder Bakterien.

Hausmittel bei Durchfall und Erbrechen

Durchfall wird in der Regel nicht mit Antibiotika behandelt, auch wenn Bakterien ursächlich sein können, oft sind es auch Viren, wie etwa Noro- oder Norwalk-Virus. Anstecken kann man sich, indem man etwas Falsches isst (z.B. die Salmonellen-verseuchte Mayonnaise) oder aber durch Schmierinfektion (z.B. der kontaminierte Griff der Toilettentür).

Man sollte nach dem Motto „was raus muss, muss raus“, dem Durchfall seinen Lauf lassen, aber darauf achten, dass die Flüssigkeit und die Elektrolyte wieder zugeführt, substituiert, werden. Elo-Trans oder eine andere Elektrolyt-Flüssigkeit kann hier hilfreich sein, meist reicht es aber, ausreichend schwarzen Tee, Apfelsaftschorle oder Cola zu trinken, oder einfach Wasser mit einem EL Zucker und einem TL Salz.

Essen: zunächst nur Zwieback und Salzstangen, dann geriebene Äpfel (durch das Reiben werden Pektine frei, die den Stuhl formen), Hühnerbrühe, vielleicht mit Ingwer (gegen Übelkeit) und Chili (bakterizid), Reis, Karotten.

Damit Essen und Trinken nicht postwendend wieder erbrochen wird, wäre ein Antiemetikum (Antibrechmittel) ratsam: z. B. Dimenhydrinat (Vomex® oder Vomacur®). Wer es homöopatisch mag, nehme Nux vomica oder, pflanzlich, Iberogast.

Weitere Medikamente: Bei krampfartigen Bauchschmerzen: Buscopan® (plus). Bei hoher Stuhlfrequenz kann Imodium® (=Lopedium) hilfreich sein, obwohl es eigentlich nur den Darm ruhigstellt. Tannacomp® enthält Tannin, das adstringierend auf die Schleimhäute wirkt (Tannin wird auch frei, wenn man schwarzen Tee lange ziehen lässt). Aktiv-Kohle (z.B. Kohle Compretten®) kann helfen, wenn der Durchfall durch Bakterientoxine verursacht wird. Das weiß man natürlich nicht, ein Versuch damit kann aber nicht schaden: Dann muss man aber gleich zwanzig Stück über den Tag verteilt einnehmen.

Wenn das Schlimmste vorbei ist, kann es sinnvoll sein, die normale Darmflora mit Perenterol oder Actimel oder Yacult wiederherzustellen. Sie regeneriert sich aber auch von selber wieder. In der Regel dauert eine Durchfallerkrankung drei Tage, es kann aber sein, dass man hinterher noch durch den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust noch etwas Kreislaufprobleme hat.

Hält der Durchfall länger als ein bis zwei Wochen an oder ging ein Aufenthalt in den Tropen voraus, kann eine mikroskopische Stuhluntersuchung ratsam sein.

Alle hier genannten Medikamente sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.